Auszug aus der Eiflia illustrata

Seite 162, 163, 165 u. 166 der Eiflia illustrata enthalten folgende Informationen über Weidenbach:

Die Bürgermeisterei Weidenbach besteht aus den Ortschaften:

  1. Bleckhausen
    Dorf mit 47 Wohnh. und 281 Einw.
    nebst Mühle mit 4 Wohnh. und 1 Einw.

  2. Deudesfeld
    Dorf mit 55 Wohnh. und 349 Einw.
    a) Jakobshof, Häuser mit 2 Wohnh. und 17 Einw.
    b) 2 Mühlen mit 2 Wohnh. und 11 Einw.

  3. Meisburg
    Dorf mit 33 Wohnh. und 196 Einw.

  4. Schutz
    Dorf mit 18 Wohnh. und 114 Einw.
    3 Mühlen mit 3 Wohnh. und 17 Einw.

  5. Weidenbach
    Dorf, nebst Mühle mit 66 Wohnh. und 339 Einw.


Zusammen: mit 226 Wohnh. und 1368 Einw.
Im Jahre 1852 betrug die Seelenzahl 1572, 764 männliche, 808 weibliche.

(S. 162 u. 163)



Weidenbach
liegt 1 1/3 Meilen südwestlich von Daun, am linken Ufer der Salm, welche die Rutschmühle treibt. Unter anderen Gütern wurden die Herren von Pyrmont im Jahre 1457 von dem Trierischen Erzbischofe Johann II. auch mit Weidenbach belehnt. Im Jahre 1460 nahm der Erzbischof auch Weidenbach in seinen Schutz. Im Jahre 1565 wurde Graf Diedrich I. von Manderscheid-Kayl mit Weidenbach belehnt.
Im Jahre 1794 gehörte Weidenbach zum Gerichte Ober-Stadtfeld im Amte Manderscheid. Die Grundherrschaft stand dem Kollegiatsstifte B. M. V. zu Prüm zu, welches davon aber nur einige Renten bezog, und zwar am St. Andreas-Tage. Während der Französischen Verwaltung gehörte die Mairie Weidenbach zum Kanton Manderscheid, im Bezirke Prüm. Zur Mairie gehörten Bleckhausen, Deudesfeld, Schutz und Weidenbach. Die Gemeinde besitzt 949 Morgen Holzungen, 1043 Morgen Schiffel- und Wildland und 6 Morgen Wiesen usw. Weidenbach war ehemals nach Deudesfeld eingepfarrt, erhielt aber während der Französischen Verwaltung eine eigene Pfarrei, deren Bering sich aber nur auf den Ort beschränkt.

(S. 165 u. 166)



Eiflia illustrata, Band 2, Der Kreis Daun - Historische Beschreibungen mit Sagen und Bildern aus der Geschichte seiner Ortschaften und Höfe; Bearbeitet von Franz Josef Ferber und Erich Mertes; Herausgegeben von Friedrich Gehendges, Osnabrück 1982